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600 Kinder beim Gaukinderturnfest in Königsbach
ufa. „Es war wieder super. Alles hat echt gut geklappt.“ Gaukinderturnwart Karsten Bickel war am Sonntagabend mehr als zufrieden. Rund 600 Kinder von sechs bis 14 Jahren hatten sich mit fröhlicher Begeisterung am Gaukinderturnfest in Königsbach beteiligt, dem größten alljährlich stattfindenden Breitensportereignis für Kinder. Und trotz einiger Änderungen bei den turnerischen Pflichtübungen, die für Sportler und Kampfrichter gleichermaßen neu waren, lief alles wie am Schnürchen. Lob gab’s von allen Seiten nicht zuletzt auch für den ausrichtenden Turnerbund Königsbach mit seiner Vorsitzenden Sandra Purgar an der Spitze. Schließlich waren von den rund 120 eingesetzten Helfern allein 70 vom Gastgeber gestellt worden, darunter viele Jugendliche. Darüber hinaus kamen 32 Kampfrichter bei insgesamt 28 Einzelwettkämpfen und einigen Mannschaftswettbewerben zum Einsatz. Mit einer La-Ola-Welle dankten dann auch die jungen Sportler bei der Siegerehrung allen, die ihnen einen so tollen Tag beschert hatten.
Für den rechten Start ins Wettkampfgeschehen hatte schon am Morgen –
nach der Begrüßung durch Thomas Grohm von der Turnerjugend, Grußworten
von Bürgermeister Bernd Kielburger, sowie den Bundes- und
Landesparlamentariern Gunther Krichbaum und Ulrich Rülke - nicht nur
Petrus mit Festwetter gesorgt, sondern auch der TBK-Clown mit lustigen
Aufwärmübungen für alle Teilnehmer. Diese verteilten sich dann rasch
auf der dafür geradezu prädestinierten Sportanlage Plötzer und in der
benachbarten Turnhalle des Bildungszentrums, um mit mehr oder weniger
Lampenfieber erste Wettkämpfe vor der versammelten Verwandtschaft zu
bestehen, oder aber sich als erprobte Sportler mit der Konkurrenz zu
messen. Nicht zu übersehen war die Dominanz der Mädchen, stellten sie
doch drei Viertel der Teilnehmer. Und während bei den Turnerinnen die
Gerätevierkämpfe in hoher Gunst standen, setzte das Gros der Jungs auf
gemischte Wettbewerbe (Turnen, Weitsprung, Schlagball oder Kugel) und
Leichtathletik (Weitsprung, Sprint, Schlagball oder Kugel). So waren
etwa beim bestbesetzten Gerätevierkampf neun Teilnehmer der Jahrgänge
1995/96 am Start, wobei Philip Hess vom TV Huchenfeld siegte, beim
gemischten Vierkampf der Sechs- bis Achtjährigen waren es dagegen 24
Buben. Ganz oben aufs Treppchen kam Jan Mörgenthaler vom TV Ersingen.
Mit 45 Teilnehmerinnen war der Gerätevierkampf der sechs- bis
achtjährigen Mädchen unter vielen sehr gut besetzten Gerätewettbewerben
der am stärksten frequentierte, den Lisa Brosi vom TB Wilferdingen für
sich entschied. Den an der Spitze hart umkämpften gemischten Fünfkampf
der Elf- und Zwölfjährigen gewann Miriam Kilian von der TG Stein. Sie
ließ 46 Mädchen hinter sich. Gar 81 Zehn- und Elfjährige beteiligten
sich am gemischten Vierkampf, den Nathalie Mertens vom TV Neulingen
gewann. Immerhin noch 75 Mädchen gingen beim selben Wettbewerb der
Jahrgänge 1999 bis 2001 an den Start, Cassandra Heiß vom TB Königsbach
sorgte als Siegerin für Freude bei den Gastgebern. Neben den
Einzelkonkurrenzen gab’s noch einige Mannschaftswettkämpfe mit
Hüpfball- oder Luftballonstaffeln, Dosen- und Ringtenniswerfen und
allerlei lustigen -spielen. Erstmals wurden sogenannte Gerätebahnen
angeboten, wobei Pflicht- oder Kürübungen, zum Beispiel am Boden, von
zwei oder vier Teilnehmern synchron auszuführen waren. Und nicht nur
dabei, sondern bei allen anderen Aufgaben standen Freude und Spaß im
Vordergrund, auch wenn am Ende Urkunden und Siegermedaillen von den
jeweils drei Besten freudenstrahlend entgegengenommen wurden.
Schließlich bekamen ja auch alle anderen eine der hübschen
Teilnehmermedaillen.
Davon hat die elfjährige Patricia Gölz vom TV Engelsbrand jetzt
bereits vier. Sie war zum vierten Mal dabei und wurde 15. von 35.
Natürlich war für sie ihr Geräte-Vierkampf „am schönsten“, zumindest,
Boden, Reck und Sprung. „Am Balken war ich nicht so gut“, gestand sie.
„Ich find’s auch nicht schlimm, dass ich nicht Erste, Zweite oder
Dritte geworden bin.“ Was ihr außerdem gut gefallen hat: „Hier war ein
bisschen mehr Programm als sonst.“ Damit meinte sie die
Mannschaftswettbewerbe mit „Ringe auf die Matte werfen und so.“
Patricias Vereinskameradin Kim Berger meinte, „das Beste war der
Wettkampf. Ja, ich war schon aufgeregt. Mein bestes war Bodenturnen.
Aber ich fand eigentlich alles gut, auch die Spiele.“
Die AOK beteiligte sich im Übrigen nicht nur mit frischen Äpfeln
sondern auch mit einem Scheck in Höhe von 520 Euro, den Andreas Killer
zu Beginn überreichte.





