Turngau Pforzheim-Enz

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2008 Gaukinderturnfest

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ufa. Sport, Spaß und Spiel standen wie stets im Vordergrund des Gaukinderturnfestes in Wilferdingen, dem größten alljährlichen Breitensportereignis für Kinder von sechs bis 15 Jahren im Turngau Pforzheim-Enz. Knapp 400 Mädchen und rund 150 Buben aus 21 Vereinen hatten ihre Meldungen abgegeben, um mit unterschiedlichem Temperament und Können um Medaillen, Urkunden und Teilnehmerplaketten zu kämpfen. Sehr differenzierter Beliebtheit erfreuten sich die 34 ausgeschriebenen Wettkämpfe. So hatte etwa der gemischte Fünfkampf der 14- bis 15-jährigen Mädchen (Sprung, Barren, Boden, Schlagball, 75-Meter-Lauf) nur eine Teilnehmerin, der gemischte Fünfkampf der Jahrgänge 95/96 dagegen 25. Ronja Langkabel, TV Eisingen, siegte überlegen und stellte als hervorragende Leichtathletin auch an den Geräten ihr Talent unter Beweis. Den Geräte-Vierkampf der Zehn- und Elfjährigen dagegen gewann Michaela Joseph, TV 1834 Pforzheim, unter beachtlichen 51 Teilnehmerinnen. Rekordzahlen bei durchweg allen Wettkämpfen stellten indes die Acht- bis Neunjährigen. So hatte im gemischten Wettkampf der Mädchen Cassandra Heiß, TG Stein, unter 57 Konkurrentinnen die Nase vorn, im Geräte-Vierkampf dominierte Carolyn Klaus, TB Wilferdingen unter 58 Mädchen. Und beim mit 19 Teilnehmern bestbesetzten Wettbewerb der Buben, einem gemischten Vierkampf, stand Jan Mörgenthaler vom TV Ersingen ganz oben auf dem Treppchen. Mit 17 Teilnehmern war in dieser Altersgruppe auch der Geräte-Pflicht-Vierkampf recht gut besetzt.
Hier verwies Jona Nagel, TV Nöttingen, die Konkurrenten auf die Plätze. „Ein gemischter Wettkampf ist besser, weil man dann auch aus der Turnhalle raus kommt und sich draußen so richtig bewegen kann“, waren sich die Ersinger Buben Brian, Keanu und Dominik einig. „Ballweitwurf und Rennen, das sollte auch ein Turner können, denk' ich“, meinte Brian. Schon früh am Morgen hatten sich die Verantwortlichen um Gaujugendfachwart Karsten Bickel des unsicheren Wetters wegen entschieden, alle Gerätewettkämpfe in die Halle zu verlegen. Und so ging es bei der Begrüßung durch Thomas Grom vom Turngau-Jugendvorstand recht eng zu, auch wenn erstmals bei einem Gaukinderturnfest zu Beginn nur die Mädchen anwesend waren. Bevor diese sich mit „Vorturnerin“ Barbara Shaghaghi bei einer schwungvollen Gymnastik aufwärmen konnten, übergab Olaf Kaps von der AOK einen Spendenscheck in Höhe von 520 Euro. So zweigeteilt, wie sich der Himmel präsentierte – zuerst grau, ab mittags blau - war erstmals auch das Programm: Die Wettkämpfe der Mädchen fanden ab 9.30 Uhr statt, die der Jungen aus organisatorischen Gründen ab etwa 13 Uhr. So lief zwar alles reibungslos, wie sich Karsten Bickel am Ende über die gut funktionierende Zweiteilung freute, dennoch hielt sich seine Begeisterung in Grenzen. „Dadurch sind die Mannschaftswettkämpfe und das Spiel ohne Grenzen komplett weggefallen“, bedauerte er. Zwar hat es zur Überbrückung von Wartezeiten zwischen Wettkampfende und Siegerehrung die Spielstraße mit allerlei lustigen Geschicklichkeitsspielen gegeben, was überwiegend von den Mädchen wahrgenommen wurde, aber das ganze große Gemeinschaftserlebnis hat nicht nur Siegfried Guigas vom TV Nöttingen vermisst. „Mit allen gemeinsam ist es einfach schöner.“

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Dass nur wenige Vereine in der Lage sind, solche Großveranstaltungen wie ein Gaukinderturnfest auszurichten, wissen nicht nur Karsten Bickel und die Turngauvorsitzende Sonja Eitel. (Letztere freue sich übrigens besonders über das große Teilnehmerfeld in den reinen Gerätewettbewerben). Für Ulrike Hohmann, die Vorsitzende des TB Wilferdingen, wäre es ohne die Trennung von Buben und Mädchen nicht machbar gewesen. „Man braucht nahezu doppelt soviele Geräte, wenn Buben und Mädchen gleichzeitig turnen“, so Hohmann. Auf diese Weise hätten die Turngeräte des TBW fast gereicht. Anders sei es für einen Verein kaum durchzuführen. Dabei ginge es nicht nur um den Gerätetransport, sondern auch um die benötigte Ehrenamtlichen. „Es wird immer schwieriger Helfer zu finden. Heute Abend muss alles wieder weggeräumt sein, weil morgen früh um halb acht die Realschule wieder in die Halle kommt.“ Neben dem kompletten Turngaujugend-Team, insgesamt 20 Kampfrichtern in der Halle, sowie etwa 15 bei den Leichtathletikdisziplinen im Freien hatten die ausrichtenden Vereine etliches Personal zu stellen, um einen reibungslosen Ablauf, samt Bewirtung der Sportler und Gäste, zu gewährleisten. ufa