Mehr als zwanzig Teilnehmer aus verschiedenen Gauvereinen hatten sich eingefunden, ebenso die Gauvorsitzende Sonja Eitel, die zu Beginn kurz über die Struktur der Sportverbände und -vereine referierte, und mit Nachdruck für die Teilnahme am Landesturnfest warb.
Manfred Mathiske gab anschließend einen historischen Überblick über die Entstehung des Fußball-Tennis mit seinen diversen Spielformen, und zeigte auf, dass je nach Region noch mit sehr unterschiedlichem Regelwerk gespielt wird. Zum Beispiel gelten hier im Enzkreis überwiegend die „Pforzheimer Regeln". Bei niedriger Seilhöhe und bis zu vier möglichen Bodenkontakten des Balles eröffnen sich den vier Spielern eine Vielzahl an technischen und taktischen Varianten. Dadurch eigne sich diese Spielform gleichermaßen für jung und alt, so Mathiske. Die für das Turnfest in Offenburg geltenden Richtlinien sehen bei zwei bzw. drei Spielern ein höheres Netz (1,10 m) und ein begrenztes Anspielfeld vor. Da zudem nur ein Bodenkontakt des Balles gestattet sei, werde den Spielern ungleich höhere technische Fähigkeiten abverlangt. „Zu hoch für viele Freizeitsportler, vor allem für die älteren", so der Tenor bei der überwiegenden Mehrheit der Lehrgangsteilnehmer. Sie befürchten, dass diese beliebte Sportart Schaden nimmt, wenn kein Konsens gefunden wird.
Mit einer beispielhaften Trainingseinheit gingen die beiden Referenten zum praktischen Teil über. Nach einer Aufwärmung mit Gymnastik und Balltechnik wurde in lockerer Turnierform sowohl nach bekannten wie auch nach den neuen Regeln gespielt. Trotz einiger Skepsis gegenüber dem Neuen waren alle mit viel Spaß und Begeisterung dabei. Zum Ende dieser gelungenen Veranstaltungen trafen sich die Sportler nochmals in der Runde zu einem abschließenden Ideen- und Erfahrungsaustausch.
Für weitere Auskünfte zum Thema „Schnürles / Fußball-Tennis im Turngau Pforzheim-Enz" wenden sich interessierte Sportfreunde an Manfred Mathiske, Telefon 07236-6917, Email: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
Ralf Kiefer






