WKG Wilferdingen/Nöttingen


(Remchingen) Lange Zeit war es bedingt durch die Corona-Pandemie ruhig um die Kunstturnriege der WKG Wilferdingen/Nöttingen. Im Hinblick auf die kommende Saison 2022 gibt es aber zum jetzigen Zeitpunkt erfreuliche Informationen. Anstatt in der Verbandsliga geht die Riege der Coaches Dirk Walterspacher und Siggi Guigas nun in der Oberliga an die Geräte. Der „nachträgliche“ Aufstieg ist das Ergebnis einer Sitzung der Verantwortlichen der Badischen Kunstturnligen und resultiert letztendlich durch einen Startplatzverzicht eines Teams in der zweiten Bundesliga, der Auswirkungen bis in die badischen Ligen hat.

Bedingt durch Corona wurden die Saisons 2020 und 2021 im Badischen Turner-Bund annulliert und somit berechtigt der zweite Platz der WKG in der Ligasaison 2009 zum Aufstieg in die höchste badische Liga im Kunstturnen. „Nachdem wir im Ligafinale 2019 alles gegeben haben, aber gegen die WKG Freiburg/Breisgau keine Chance hatten freut uns der nachträgliche Aufstieg sehr“ freut sich Dirk Walterspacher aus dem Trainerteam der WKG. Ebenso wie Siggi Guigas: „Unsere Turner haben immer ihre bestmöglichsten Leistungen gezeigt, umso mehr freut mich, dass diese nachträglich belohnt wurden“. Die Saison 2022 findet im Frühjahr statt, das Ligafinale wird voraussichtlich in Wyhl ausgetragen.

Einige Turner der Remchinger sammelten in den vergangenen Wochen jeweils in der dritten Liga Erfahrungen im Kunstturnen. Der 19-Jährige Finn Schneider startete in diesem Jahr für die SGK Heidelberg-Kirchheim in der dritten Bundesliga Nord. An vier Wettkampftagen turnte Schneider für die Heidelberger am Sprung und Boden und wurde insgesamt sieben Mal eingesetzt. Dabei hatte er sich unter anderem mit dem russischen Spitzenturner Sergejs Krivunets zu messen. Für sein Team sammelte Schneider neun Scores am Boden, sowie zwei Scores am Sprung. Gegen die TSG Sulzbach war Finn Schneider sogar Top-Scorer seiner Riege. Mit dem sechsten Platz in der Tabelle hat der Aufsteiger SGK Heidelberg auch den Klassenerhalt geschafft.

Mit dem TV Bühl hat Marvin Hammer in der dritten Bundesliga Süd mit Rang fünf ebenfalls den Klassenerhalt erreicht. Das Trainerteam des TV Bühl setzte dabei vor allem auf die Qualitäten des 20-Jährigen an den Ringen und am Pauschenpferd. Gegen den MTV Ludwigsburg zeigte Hammer mit einem Ausgangswert von 2,8 sogar die technisch anspruchvollste Kürübung seines Teams.

Nach Erwerb der Kampfrichterlizenz brachte Trainer Dirk Walterspacher seine Kompetenz vom Kampfrichter-Tisch aus in die Wettkämpfe der zweiten und dritten Bundesliga ein. Für insgesamt drei Einsätzen als neutraler Kampfrichter wurde der 48-Jährige von den Verantwortlichen der Deutschen Turnliga nominiert.

Die Aktiven und Verantwortlichen der Remchinger hoffen nun auf eine normale Runde im nächsten Jahr, zumal zwei ausgefalle Saisons doch an der Substanz der Turner gezehrt haben. Dass zum jetzigen Zeitpunkt das Team in nahezu unveränderter Zusammensetzung an den Start gehen wird zeugt auch von dem sozialen Aspekt des Sports der beiden Remchinger Vereine, bei denen neben dem aktiven Sport auch die Geselligkeit und das Miteinander einen großen Stellenwert einnehmen. Ob es eine kleine Aufstiegsfeier geben wird ließen die Verantwortlichen noch nicht verlauten.

rk (Ralf Kiefer)