Gaukinderturnfest


(Kieselbronn/Wilferdingen) Nach zwei Jahren Pause hat der Turngau Pforzheim-Enz sowohl das Gauspielfest in Zusammenarbeit mit dem TV Kieselbronn als auch das Gaukinderturnfest in Kooperation mit dem TB Wilferdingen ausgerichtet. „Die kurzfristige Organisation hat sowohl den Turngau, als auch die Teams des TV Kieselbronn und des TB Wilferdingen vor einige Herausforderungen gestellt, aber die Freude der Kinder bei Sport, Bewegung und guter Laune waren diese Mühen wert“ sagt der stellvertretende Turngauvorsitzende Jörg Hasenauer überzeugt.

Ein voller Erfolg war das Gauspielfest am 10. Juli in Kieselbronn, bei dem weit mehr Kleinkinder als vor Corona vergnügte Stunden auf dem Sportgelände Heinloch verbringen durften. Mehr als 500 Kids aus den Eltern-, Kind- und Vorschulgruppen der Vereine zuzüglich Eltern, Trainern und Übungsleitern aus 17 Turngau-Vereinen verwandelten das Sportgelände Heinloch in ein Tollhaus. Die Kinder im Alter von zwei bis sieben Jahren durften sich nach Herzenslust gute zwei Stunden an acht kindgerecht gestalteten Bewegungsstationen austoben. Die beiden Fachwartinnen der Turnerjugend Pforzheim-Enz Claudia Klotz-Rein und Tanja Stiegele hatten diese Stationen in Zusammenarbeit mit dem TV Kieselbronn entwickelt. „Wir hatten fast 50 Helfer im Einsatz, die mit Herzblut den Parcours aufgebaut hatten“ sagt Rainer Günther, Vorstand Sport des TV Kieselbronn, stolz. Nach dem gemeinsamen Aufwärmen mit dem „Körperteil-Blues“ verteilte sich der jüngste Turnnachwuchs an die Bewegungsstationen, an denen sie nach Herzenslust turnen, klettern, rutschen, balancieren und sich kindgerecht bewegen durften. Auf dem Außengelände im Heinloch und in der erst kürzlich eröffneten Gymnastik-Halle des TV Kieselbronn mangelte es an nichts. Kuscheltier-Weitwurf, Rollbrett fahren, Bobbycar-Rallye, Robben durch einen Kriechtunnel sowie das Absolvieren eines Gymnastikball-Parcours oder Bewegungsübungen mit einem großen bunten Fallschirm waren nur einige der Aufgaben. Sicherlich war für die Kinder auch der Kletterparcours in der Halle ein Höhepunkt, während beim fast gar schon traditionellen Schubkarrenrennen viele Eltern zu sportlichen Höchstleistungen aufgelaufen sind und ihren Turnnachwuchs sicher durch den Parcours chauffiert haben.

Mit der Siegerehrung nach gut zwei Stunden buntem Treiben aus Action und Spaß, bei der jedes Kind als Andenken eine Medaille überreicht bekam, ging ein gelungenes Spielfest zu Ende, an das alle Kinder mit Freunde zurück denken werden.

Auch das Gaukinderturnfest auf dem Gelände des TB Wilferdingen erfüllte die Erwartungen des Turnnachwuchses. „Obwohl wir uns sicherlich einige Kinder mehr erhofft hat es den nahezu 200 Teilnehmern sehr gut gefallen“ resümiert Jugendfachwart Kai Engelsberger. In 17 Wettkämpfen lieferten sich die Nachwuchs-Turner und Turnerinnen einen fairen Wettstreit um die so begehrten Medaillen. Dabei beweis sich der Gastgeber TB Wilferdingen mit sechs Goldmedaillen auch als erfolgreichstes Team gefolgt vom TV Würm mit vier Kinderturnfest-Siegen. Die weiteren Siege gingen an den TV Huchenfeld und TV Ersingen (jeweils 2), sowie an den SV Büchenbronn, TV Engelsbrand und TV Nöttingen (jeweils 1).

Im Wettkampf-Angebot für die Kinder im Alter von sechs bis 15 Jahren standen Wahl-4-Kämpfe und Geräte-4-Kämpfe, je nach Können und Belieben. Bei den Wahlwettkämpfen konnten die Sportler aus den Disziplinen Boden, Barren, Sprung, Minitrampolin, Laufen, Kugelstoßen oder Schlagballweitwurf, Weitsprung und Basketballwurf ihre persönlich besten Disziplinen wählen. Bei den Gerätewettkämpfen waren die Disziplinen genau vorgeschrieben. Mädchen und Jungen hatten Übungen am Reck, Minitrampolin und Boden zu turnen, die Mädchen zusätzlich noch eine Übung am Balken, die Jungen am Barren. Das über 20-köpfige Team des TB Wilferdingen um Simone Schneider hatte in der Jahnhalle und dem Freigelände wieder für einen reibungslosen Ablauf des Gaukinderturnfestes gesorgt und sich als optimaler Ausrichter bewährt. Höhepunkt war ohne Zweifel die Siegerehrung, an dem jedes Kind neben einer Urkunde auch eine Teilnehmermedaille überreicht bekam.

Letztendlich zählte bei allen Kindern, Trainern, Übungsleitern, Eltern und Großeltern vor allem die Freunde nach langer Corona-Pause wieder gemeinsam zwei tolle Sportveranstaltungen erleben zu dürfen. „So etwas lässt sich aber nur durch das ehrenamtliche Engagement in der Turnerjugend, im Turngau und in den Vereinen auch in Zukunft realisieren. Das zählt zu den elementaren Herausforderungen in der Zukunft“ konstatiert der Turngau-Vorsitzende Philippe A. Singer realistisch und vorausblickend.

Am Rande beobachtet: Als besonders kreativ erwies sich die Wettkampfleitung in diesem Jahr. Ein Verein war der Überzeugung, dass seine Mädchen und Jungs für einen Leichtathletik-Dreikampf gemeldet waren – doch der war nicht ausgeschrieben. Kurzerhand wurde der entsprechende Wettkampf schnell kreiert, absolviert und von Hand ausgewertet, selbstverständlich auch mit separater Siegerehrung. Somit waren auch die Leichtathleten glücklich und zufrieden und werden das Gaukinderturnfest in guter Erinnerung behalten! Zur Nachahmung empfohlen!

rk (Ralf Kiefer)